AKTUELLES

Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibungen

Die bisher für kleinere und mittlere Betriebe bestehende Möglichkeit, durch die Inanspruchnahme von sog. Ansparabschreibungen für beabsichtigte Anschaffungen beweglicher neuer Wirtschaftsgüter Gewinne teilweise in die Zukunft zu verschieben und damit Steuerentlastungen zu erreichen, hat sich ab 2007 geändert.

Statt der bisherigen Ansparabschreibungen gibt es nun den sog. Investitionsabzugsbetrag, der für die Anschaffung beweglicher neuer oder gebrauchter Wirtschaftsgüter in Höhe von bis zu 40% der voraussichtlichen Anschaffungskosten gewinnmindernd berücksichtigt werden kann, wenn

  • im Falle eines bilanzierenden Gewerbebetriebs dessen Betriebsvermögen im Abzugsjahr nicht höher als 235.000 € ist, im Falle eines bilanzierenden land- und forstwirtschaftlichen Betriebes dessen Wirtschaftswert im Abzugsjahr nicht höher als 125.000 € ist,
  • im Falle eines Betriebs mit Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschussrechnung dessen Gewinn vor Abzug des Investitionsabzugsbetrages im Abzugsjahr nicht mehr als 100.000 €beträgt,
  • die geplante Anschaffung innerhalb der nächsten drei Jahre tatsächlich durchgeführt wird,
  • das angeschaffte Wirtschaftsgut im Jahr der Anschaffung und in dem darauf folgenden Jahr zumehr als 90% im Rahmen einer inländischen Betriebsstätte genutzt wird.


Wird die geplante Investition innerhalb der nächsten drei Jahre nicht durchgeführt, wird die Steuerfestsetzung des Jahres, in dem der Investitionsabzugsbetrag in Anspruch genommen wurde, entsprechend geändert; für die daraus resultierenden Steuernachzahlungen werden Nachzahlungszinsen fällig. Wird die geplante Investition durchgeführt, ist der Investitionsabzugsbetrag im Jahr der Investition gewinnerhöhend aufzulösen; gleichzeitig sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten um genau diesen Betrag zu mindern, so dass sich im Investitionsjahr keine unmittelbare Gewinnauswirkung ergibt. Allerdings ist die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung des angeschafften Wirtschaftsgutes entsprechend zu mindern.

Entgegen der bisherigen Regelungen sind nunmehr für Betriebe, die die vorgenannten Kriterien erfüllen, Sonderabschreibungen in Höhe von 20% der Anschaffungskosten für neue oder auch gebrauchte bewegliche Wirtschaftsgüter möglich, auch wenn sie einen Investitionsabzugsbetrag nicht in Anspruch genommen haben. Dies gilt für Wirtschaftgüter, die nach dem 31.12.2007 angeschafft werden.

WEITERE THEMEN